Gestern habe ich die ersten zwölf Lieder bewertet, nun folgen meine Bewertungen der 13 Lieder des zweiten Abends! Ich vergebe wie üblich bis zu zehn Punkte, es zählen sowohl erster Auftritt als auch Studioversion.

  • Sangiovanni, Farfalle: Ein starker und eingängiger Song. Sehr gelungen ist der Einsatz elektronischer Sounds. Sangiovannis Stimme ist eher unangenehm, aber er singt sehr sicher. (8)
  • Giovanni Truppi, Tuo padre, mia madre, Lucia: Das Lied ist durch den komplexen Aufbau und einige unerwartete Übergänge schwer fassbar. Truppis Auftritt überzeugt aber. (7,5)
  • Le Vibrazioni, Tantissimo: Ein vielversprechendes Riff führt zu einem leider etwas zu zaghaften Refrain. Der Gesang könnte noch verbessert werden, aber der Auftritt wirkt authentisch. (7,5)
  • Emma, Ogni volta è così: Emma kreiert einen sehr interessanten Sound, doch das Lied hat eine undeutliche Entwicklung und ist relativ nichtssagend. Gesanglich fallen einige Unsicherheiten im Refrain auf. (7)
  • Matteo Romano, Virale: Der spannende Rhythmus und die große Dramatik des Auftritts mit unerwarteten visuellen Effekten kann über eine eher schwache Melodie und den unsicheren Gesang nicht ganz hinwegtäuschen. (7)
  • Iva Zanicchi, Voglio amarti: Die Nostalgienummer ist stärker als erwartet. Zanicchis Stimme kommt im intensiven Klangteppich wenig zum Vorschein, was aber eine bewusste Entscheidung sein dürfte. (7)
  • Ditonellapiaga & Rettore, Chimica: Das Duett funktioniert sehr gut. Die große Energie und das hohe Tempo des Songs vermischen sich gut mit Rettores exzentrischem Auftritt. Etwas irritierend ist die Bridge, die wie ein Fremdkörper wirkt. (8,5)
  • Elisa, O forse sei tu: Das Lied reißt einen durch den starken Einstieg sofort mit. Gelungen ist auch das üppige Arrangement, die langgezogene Melodie hingegen wird nicht immer durchgehalten. (8,5)
  • Fabrizio Moro, Sei tu: Der Beitrag ist leider arg vorhersehbar und kann nur schwer mit Moros früheren Erfolgen mithalten. Zwar sehr emotional, überzeugt die halbherzige Steigerung nicht. (6,5)
  • Tananai, Sesso occasionale: Das Lied ist angenehm ausgelassen und gut instrumentiert. Wenig überzeugend ist jedoch die undeutliche Melodie. (7)
  • Irama, Ovunque sarai: Eine überaus starke Ballade. Der Einsatz des Orchesters ist vorbildlich, Irama muss sich allerdings sichtlich anstrengen, dagegen anzusingen. (8)
  • Aka 7even, Perfetta così: Der vielversprechende Einsatz lässt auf mehr hoffen und es bleibt am Ende nur wenig hängen. Aka 7evens Stimme trägt die vielen Steigerungen nur schwer mit. (6,5)
  • Highsnob & Hu, Abbi cura di te: Eine angenehme Überraschung. Das Duett ist sehr emotional, dezent instrumentiert und hat eine starke Steigerung. (7,5)

Meine Favoritinnen des zweiten Abend sind damit Elisa und Ditonellapiaga & Rettore.

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