Nun der Eurovision Song Contest 2021 immer näher kommt, wird es Zeit für mein Ranking der diesjährigen Beiträge, direkt aus Rotterdam. Ich verwende dabei die gleichen Kriterien wie für meine Bewertungen der Sanremo-Beiträge. In diesem Post geht es um die unteren 29 Beiträge, die Top 10 folgt in einem eigenen Post.

39. Natalia Gordienko – Sugar (Moldau)
Vor lauter Effekten wurde das Lied vergessen.

38. Uku Suviste – The Lucky One (Estland)
Das Lied beginnt vielversprechend, löst sich dann aber komplett auf und wird zu einer monotonen, uninspirierten Hintergrundbeschallung.

37. Vasil – Here I Stand (Nordmazedonien)
Das erstaunlich gute Arrangement kann das äußerst schwache Lied leider nicht retten. Es wirkt aus der Zeit gefallen, unfertig und ist rasch vergessen.

36. Hurricane – Loco loco (Serbien)
Uninspirierte, billig produzierte Dance-Nummer ohne jegliche musikalische Entwicklung.

35. Jendrik – I Don’t Feel Hate (Deutschland)
Eingängigkeit und positive Stimmung können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Lied wenig originell ist. Die Effekte sind auch eher missglückt.

34. Blas Cantó – Voy a quedarme (Spanien)
Schwieriger Fall. Zwar emotionaler und damit etwas wirkungsvoller als Universo, aber leider immer noch extrem blass und ohne einprägsame Melodie. Die Stimme ist gewöhnungsbedürftig und könnte live leicht untergehen.

33. Albina – Tick tock (Kroatien)
Ein ziemliches schwaches Lied, das lediglich durch den sehr simplen Refrain in Erinnerung bleibt. Der Gesang überzeugt nicht.

32. TIX – Fallen Angel (Norwegen)
Ein blutleeres Lied, das mit besserem Gesang sicher ganz okay wäre, so aber überhaupt keinen Eindruck hinterlässt. Der musikalische Aufbau verspricht deutlich mehr.

31. Samanta Tina – The Moon Is Rising (Lettland)
Nach einem spannenden gesanglichen Auftakt verirrt sich das Lied leider in einem chaotischen, schwer verständlichen Mix aus elektronischen Effekten.

30. Black Mamba – Love Is on My Side (Portugal)
Eine schon oft gehörte Ballade. Zwar musikalisch überdurchschnittlich, aber insgesamt zu farblos.

29. Ana Soklič – Amen (Slowenien)
Kein besonders spektakuläres Lied, auch wenn die Gospel-Anleihen im Hintergrundgesang mehr versprechen. Die Instrumentierung ist angenehm durchschaubar, die Stimme scheint nicht wirklich zum Rest zu passen.

28. Roxen – Amnesia (Rumänien)
Das Lied kann zwar durch eine düstere Grundstimmung bestechen, bleibt aber austauschbar und wenig einprägsam.

27. Efendi – Mata Hari (Aserbaidschan)
Die (leicht bessere) Fortsetzung von Cleopatra. Auch hier ein gelungener Einsatz von Ethno-Elementen, leider hat das repetitive Lied ansonsten nicht viel zu bieten.

26. Hooverphonic – The Wrong Place (Belgien)
Eigentlich zunächst vielversprechender Beitrag, der dann aber viel zu monoton bleibt. Möglicherweise kann der musikalisch fehlende Höhepunkt zumindest visuell etwas ausgeglichen werden.

25. Rafał – The Ride (Polen)
Schöner Retro-Sound, der allerdings etwas mehr musikalische Entwicklung nötig hätte. Bei einem Liveauftritt läuft das Lied wohl Gefahr, zu roboterartig interpretiert zu werden.

24. Vincent Bueno – Amen (Österreich)
Ein fast schon minimalistisch konzipiertes Lied, das im Kleinen gut funktioniert. Es bleibt allerdings im Gesamtvergleich zu blass und zaghaft.

23. Benny Cristo – Omaga (Tschechien)
Eine gute Dosis positiver Energie. Das Lied plätschert allerdings eher so dahin.

22. Stefania – Last Dance (Griechenland)
Der Spannungsbogen ist überzeugend, aber der eher lieblose Refrain enttäuscht eher.

21. James Newman – Embers (Vereinigtes Königreich)
Ein mitreißendes Lied, das aber zu vertraut klingt, um wirklich in Erinnerung zu bleiben.

20. Eden Alene – Set Me Free (Israel)
Sehr radiotauglicher Song ohne wirklich eigenständigen Charakter. Der Refrain enttäuscht.

19. Elena Tsagrinou – El diablo (Zypern)
Ein sehr durchschnittliches Lied mit einigermaßen mitreißendem Refrain. Leider sind die diversen musikalischen Anleihen viel zu deutlich und es ist nicht zu erwarten, dass die Sängerin live mit ihren Vorbildern mithalten kann.

18. Montaigne – Technicolour (Australien)
Farbenfrohe Musik, die das unaufgeregte Lied aber auch nicht über den Durchschnitt zu heben weiß. Ob der Gesang live wirklich funktioniert, muss sich zeigen.

17. Victoria – Growing Up Is Getting Old (Bulgarien)
Eine interessante Ballade mit vorbildlicher Steigerung. Könnte allerdings mangels origineller Elemente auch untergehen.

16. Anxhela Peristeri – Karma (Albanien)
Eine eher durchschnittliche Ballade, die aber durch gut eingesetzte Ethno-Elemente gewinnt. Der treibende Rhythmus im Refrain ist ebenfalls ein Pluspunkt.

15. Tornike Kipiani – You (Georgien)
Eine unerwartete Perle. Schön arrangiert, mit überzeugend durchgehaltener Spannung. Eine größere Steigerung im Refrain würde es einprägsamer machen.

14. Daði og Gagnamagnið – 10 Years (Island)
Ein gelungenes und originelles Arrangement sowie viel positive Energie wiegen den eher schwachen Refrain einigermaßen auf.

13. Lesley Roy – Maps (Irland)
Ein sehr solide konstruierter Song. Melodie und Rhythmus sind mitreißend, wenn auch nicht besonders originell.

12. Jeangu Macrooy – Birth of a New Age (Niederlande)
Ein authentisches Lied mit bemerkenswertem Rhythmus und gutem Einsatz von Ethno-Elementen.

11. Fyr og Flamme – Øve os på hinanden (Dänemark)
Hier wurde die Retro-Stimmung endlich auch in überraschend energetische und mitreißende Musik umgesetzt.

Ein Gedanke zu „Ranking der ESC-Beiträge (39–11)“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.