Nach den Plätzen 39 bis 11 in der letzten Woche, hier nun das Ranking der in meinen Augen besten Zehn des Eurovision Song Contest 2021!

10. Senhit – Adrenalina (San Marino)
Klassisch eingängiger schwedischer Popsong ohne Ecken und Kanten. Um sich abzuheben, wird er allerdings eine besondere Inszenierung benötigen (und evtl. Flo Rida?).

9. Tusse – Voices (Schweden)
Wie üblich beim schwedischen Beitrag ein Potpourri aus bekannten musikalischen Elementen. Einwandfrei konstruiertes Lied mit charismatischem Sänger, aber insgesamt zu glattgeschliffen.

8. Barbara Pravi – Voilà (Frankreich)
Ein Lied von makelloser Ästhetik, sehr der Tradition verpflichtet. Der Refrain hätte eine Steigerung gebrauchen können und bleibt leider etwas flach und repetitiv.

7. The Roop – Discoteque (Litauen)
Originell und mitreißend. Etwas schwächer als im Vorjahr, dem Lied fehlt eine Steigerung. Aber auf jeden Fall ein Beitrag, der in Erinnerung bleiben wird.

6. Manischa – Russian Woman (Russland)
Eine erfrischende Spur von Authentizität aus Russland. Die zweite Hälfte des Liedes überzeugt durch ein gutes Gleichgewicht aus Ethno-Elementen, einprägsamem Refrain und Rap über elektronischen Beats. Leider ist die Einleitung zu lang und das Lied wirkt insgesamt etwas unfertig.

5. Blind Channel – Dark Side (Finnland)
Ein Lehrbuchbeispiel für effiziente Komprimierung eingängiger Linkin-Park-Stilelemente in einen Drei-Minuten-Song, die trotzdem noch einigermaßen authentisch wirkt.

4. Måneskin – Zitti e buoni (Italien)
Ein erstaunlich aggressives Lied mit einem einprägsamen Gitarrenriff. Es ist mitreißend und insgesamt gelungen, allerdings wird der Refrain auf Dauer etwas zu repetitiv. Der (Sanremo-)Auftritt ist stimmig und wirkt authentisch.

3. Destiny – Je me casse (Malta)
Ein starkes, positives, aber teilweise überladenes Lied. Sparsamkeit bei den Effekten hätte sich gelohnt, doch Destinys Stimme ist auf jeden Fall vielversprechend.

2. Go_A – Schum (Ukraine)
Ein gewagter Beitrag, wenn die überarbeitete Version auch etwas „harmloser“ wirkt. Sehr gelungene Kombination von Tradition und Moderne, mit interessantem Aufbau und mitreißendem Rhythmus. Kann durch die Performance noch gewinnen.

1. Gjon’s Tears – Tout l’univers (Schweiz)
Eine absolut stimmige Ballade. Die Spannung wird konsequent durchgehalten, die Begleitung dezent eingesetzt. Ähnlichkeiten zu Arcade sind hörbar. Definitiv der qualitativ hochwertigste Beitrag, aber ob die Performance überzeugen kann, bleibt abzuwarten. Grundsätzlich dürfte es eine Ballade in diesem Jahr schwerer haben, zu gewinnen.

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